German Jazz Trophy 2003 an Wolfgang Dauner
Der Jazzpianist, Keyboarder und
Komponist Wolfgang Dauner erhielt 2003 die "German Jazz Trophy A Life for Jazz". Den Preis,
eine Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Herbert Hajek, verleiht die Sparda-Bank
Baden-Württemberg gemeinsam mit der Jazzzeitung (ConBrio Verlagsgesellschaft, Regensburg)
und der Kulturgesellschaft Musik + Wort e.V. aus Stuttgart. Die "German Jazz
Trophy" wurde im Rahmen eines Konzerts des Pianisten am 21.
November 2003 in der Kundenhalle der Sparda-Bank am Hauptbahnhof überreicht. Das
Preisträgerkonzert wurde von Wolfgang Dauner mit einer Band seiner Wahl bestritten.
Mit dem Jazzpianisten,
Keyboarder und Komponisten Wolfgang Dauner wurde ein Mann
geehrt, der internationale Jazzgeschichte geschrieben hat - und immer noch schreibt. Die
deutsche Jazzzeitung bescheinigt ihm, seit Ende der Sechziger Jahre Antriebsfeder und
Innovator für den Jazz aus Deutschland zu sein. "Er wollte auch immer Neues, Eigenes
machen und sprudelte über vor Ideen". Wolfgang Dauner
gründete 1963 ein Klaviertrio und arbeitete mit bekannten Gaststars wie Benny Bailey, Leo
Wright oder Attila Zoller. Von 1969 an leitete er die Radio Jazz Group Stuttgart und war
mit Musikern wie Chick Corea und Michael Urbaniak im Studio. Mit seiner Band "Et
Cetera" zählte er zu den Pionieren des deutschen Jazzrock.
Spätestens 1975 legte er mit der Gründung des United Jazz
und Rock Ensembles den Grundstein für seine internationale Popularität. Nicht vergessen
werden darf seine innovative Arbeit mit Kinder und Jugendlichen. Nach etlichen Workshops
bekam er 1974 beim SDR seine eigene Fernsehshow Glotzmusik. Diese Reihe für
9- bis 14-Jährige war eine witzig-poetische Einführung in die Musik und trug ihm den
Titel eines "Mozarts für Kindermusik" ein. Noch immer schreibt er als einer der
profiliertesten Komponisten Musik für Film und Fernsehen. Titel wie "Dream
Talk", "Free Fall", "A Long Night" oder der "Urschrei"
stammen aus seiner Feder. Seine Schallplattenaufnahmen sind kaum zu zählen. |