Einer für alle: die German Jazz Trophy 2012 geht an den Pianisten Monty Alexander Seit 2001 verleiht die Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank BW in Zusammenarbeit mit der Kulturgesellschaft Musik+Wort e.V. und der Jazzzeitung die German Jazz Trophy a Life for Jazz. Von den 11 Preisträgern waren bisher fünf Klavierspieler. Die Nummer sechs folgt dieses Jahr: Mit dem jamaikanischen Pianisten Monty Alexander ehrt die Jury einen der beliebtesten Jazzmusiker der vergangenen Jahrzehnte und einen Pionier der karibisch-amerikanischen Stilfusionen. [Vorabveröff. aus der Jazzzeitung]
Das hängt auch mit seiner Biographie zusammen. Montgomery Bernhard Alexander stammt aus Kingston in Jamaika. Geboren im Juni 1944 wuchs er in eine vom ausgehenden Kolonialismus geprägte Zeit hinein, als der Reggae noch nicht erfunden war und die Karibik überhaupt zwar als pittoresk, aber auch ein wenig rückständig galt. Jedenfalls lernte er als Kind das Klavier kennen, hatte klassischen Unterricht und verdiente sich bald schon ein Zubrot in lokalen Calypso- und Tanzbands. Noch grün hinter den Ohren, erlebte er Gastspiele von Louis Armstrong sowie Nat King Cole und war fortan für den Jazz entbrannt. Als die Familie 1961 nach Miami zog, kam der Teenager mit und setzte sich so schnell wie möglich nach New York ab.
Inzwischen aber veränderte sich die Musikwelt rasant. Alexanders Heimat war durch Bob Marley und den Reggae-Boom aus dem Schatten von Cuba und den lateinamerikanischen Staaten getreten und auch der Kosmopolit selbst begann, sich mehr und mehr seinen musikalischen und kulturellen Wurzeln zuzuwenden. Nach einigen traditionellen Aufnahmen wagte er in den Neunzigern den Schritt, den Off Beat der Rastafari mit modernem Soul Swing zu verknüpfen. Monty Alexander veröffentliche Platten wie "Stir It Up", die sich mit Bob Marleys Kompositionen auseinandersetzten, improvisierende Huldigungen, die ihm im Anschluss an den internationalen Erfolg den Ruf des Local Heroes einbrachten. Aus dem Jungen aus Kingston war ein Weltstar des Jazz geworden, der mit fließender Eleganz und pianistischer Leichtigkeit das Erbe von Soul, Swing und Off Beat vereint und damit zu den beliebtesten Jazzmusikern der Gegenwart gehört.
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Preisträger 2012: Monty Alexander | Preisträger 2011: Dave Holland | Preisträger 2010: Jacques Loussier Preisträgerin 2009: Carla Bley | Preisträger 2008: Hugo Strasser | Preisträger 2007: Jean-Luc Ponty Preisträger 2006: Dick Hyman | Preisträger 2005: Kenny Wheeler | Preisträger 2004: Toots Thielemans Preisträger 2003: Wolfgang Dauner | Preisträger 2002: Paul Kuhn | Preisträger 2001: Prof. Erwin Lehn Swing Time Special Jazz in Stuttgart | Impressum |